Das Foto zeigt vorne das Gasthaus Spieker, daneben das Haus der Bahnhofstraße 26, früher Rahden 409
Bahnhofstraße 26 (Rahden 409)
Johanna Horwitz, geb. Ginsberg (*20.05.1888), wurde als drittes Kind von Louis und Henny Ginsberg, geb. Berghausen, in Rahden geboren. Sie heiratete 1912 Willi Horwitz aus Lemförde. Gemeinsam führten sie dort das Manufakturwarengeschäft Horwitz. 1935 verkauften die Eheleute das Geschäft und zogen, da sie kinderlos waren, zu ihrem Neffen Erich Hurwitz nach Levern. Willi Horwitz starb 1937 in Osnabrück. Johanna kehrte in ihren Heimatort Rahden zurück. Nach dem Zwangsverkauf ihres Hauses zog sie 1939 zunächst in das Rahdener Judenhaus, Marktstraße 20. Kurze Zeit später verließ sie Rahden für immer und wohnte in Bremen. Sie wurde am 17.11.1941 von Bremen nach Minsk deportiert und am 28.07.1942 dort ermordet.
Geschäftshaus B. Horwitz, Manufakturwaren, Lemförde
Parkstraße Bremen (Postkarte) – hier wohnte Johanna Horwitz zeitweise.
Bahnhofstraße 26 (Rahden 409)
Erwin Goldstein (*25.08.1896 in Rahden) war das älteste Kind von Hermann und Martha Goldstein, geb. Ginsberg, und von Beruf Viehhändler wie sein Vater. 1928 heiratete er Alice Stein (*17.04.1904 in Pr. Oldendorf), ihr Sohn Horst wurde am 30.11.1928 in Rahden geboren. Erwin Goldstein betrieb mit seinem Bruder Kurt und seinem Vetter Julius Ginsberg ein gemeinsames Viehhandelsgeschäft. Als ihnen 1937 die Gewerbeerlaubnis entzogen wurde, zog Erwin mit seiner Familie zunächst nach Berlin und emigrierte 1941 nach Amerika. Erwin Goldstein starb 1977, seine Frau Alice 1981 in New Jersey, USA. Horst Goldstein, der sich in Amerika Henry nannte, starb 1999.
La Ville de Madrid – mit diesem Schiff emigrierte die Familie Erwin Goldstein 1941 nach Amerika